Liebe Schülerinnen und Schüler, auf dieser Seite soll die Möglichkeit geboten werden, persönliche Alltagsberichte und Unterrichtsbeiträge mit anderen zu teilen (auch anonym möglich). Sendet eine Mail mit eurem Text (.docx) an nadine.boehlitz@schule.thueringen.de .

Nach einer Prüfung des Inhalts werden die Berichte veröffentlicht.

Lara Huth

Klasse 11

(Upload am 23. August 2021)

L: Was war dein Lieblingsfach in der Schule?

C: Schwierig. Ich mochte Physik, weswegen ich es auch als Hauptfach in der Oberstufe gewählt habe. Ich würde aber sagen, mein absolutes Lieblingsfach war Sport, einfach weil ich Sport extrem gerne mache. Es macht eigentlich immer Spaß, sich ein bisschen auszupowern nach einem anstrengenden Schultag.

L: An welche Momente aus deiner Schulzeit kannst du dich besonders gut erinnern?

C: Vor allem an die Abschlussveranstaltungen und -feiern, auch wenn sie bei uns jetzt nicht so groß waren durch Corona. Aber es war eigentlich eine extrem schöne Angelegenheit, es mit allen zusammen feiern zu können, dass man das Abi geschafft hat. Die Prüfungsphase, denke ich mal, bleibt stark im Kopf. Und dann erinnere ich mich besonders gut an vorher, wenn man als Elfer das Kontrathema zur Abi-Feier gegeben hat. Das war schon witzig.

L: Hast du noch Kontakt zu deinen ehemaligen Schulkameraden?

C: Tatsächlich hatten wir vor kurzem ein Treffen mit ein paar Leuten, ein einjähriges Klassentreffen quasi. Es war ein bisschen früher als man das normalerweise macht, aber wir hatten einfach Lust drauf und es ging wieder mittlerweile. Wir haben gequatscht und hatten sogar Herr Mehnert vor Ort! Das war ganz cool. Für ein paar Stunden haben wir uns unterhalten über Uni und wie scheiße manches gewesen ist. Und ja, wie es so weitergehen soll. Also wir haben ganz guten Kontakt, würde ich mittlerweile sagen.

L: Cool, dass Herr Mehnert mit dabei war. Gibt es Lehrer, die du nie vergessen wirst und gehört er auch dazu?

C: Also Herr Mehnert und Herr Schüler werde ich nie vergessen, weil sie mir mit meiner Legasthenie viel geholfen haben, sodass ich trotz dieser Schwierigkeit gut weitergekommen bin. Ich werde so einige Lehrer nicht vergessen, darunter auch Herr Dietrich.

L: Was hast du nach der Schule gemacht? Und stimmt das mit deinen Zukunftsplänen von damals überein?

C: Ich habe danach studiert in die Richtung Informatik, wie ich es von Anfang an vorhatte, habe es aber beendet und werde jetzt eine Ausbildung als Elektroniker für Gebäude- und Energietechnik beginnen.

L: Wie hat dich die Schule bereichert bzw. was hast du mitgenommen?

C: Ich habe aus meiner Schulzeit viele gute Freunde mitgenommen und auch viel Wissen über Sachen, die ich heutzutage gut gebrauchen kann, vor allem in Physik. Aber ich glaube, die vielen guten Zeiten mit den Leuten ist das, was ich am ehesten mitnehme.

L: Was hättest du rückblickend gern in der Schule gelernt, das du jetzt gebrauchen könntest?

C: Ich habe es bis jetzt noch nicht gemacht, aber sicherlich wäre es gut, so etwas wie Steuererklärung mit in den Unterricht zu packen. Was ich sehr hoch anprangere ist Informatik. Dass es Informatik an vielen Schulen – und auch an unserer – noch nicht gab, ist nicht gut. Wobei, gibt es das Fach jetzt wieder?

L: Es gibt Informatik als Wahlfach, also anstelle von Englisch-Business und NWUT kann man Informatik wählen.

C: Kann man das dann weiterführen?

L: Ich glaube nicht. Das war jetzt das erste Jahr in dem man das wählen konnte. Wenn es wie bei den anderen beiden Fächern ist, dann hat man es nur bis in die 10. Klasse.

C: Informatik muss jedenfalls mehr werden, da man sonst massive Probleme im Beruf hat. Das kann ich aus eigener Erfahrung sagen.

L: Inwiefern hat dich die Corona-Pandemie bisher beeinträchtigt?

C: Okay, Corona-Pandemie… Das war gerade am Anfang unserer Vorprüfungszeit – ich weiß man darf es nicht Vorprüfungszeit nennen, aber ich nenne es jetzt einfach mal so. Und zwar hatten wir gerade zwei geschrieben, dann kam Corona. Die Schule macht zu. Alle gehen nach Hause. Und naja, alle waren scheiße vorbereitet, also haben wir erstmal angefangen, ab und zu ein paar Aufgaben zu bekommen. Aber an Online-Unterricht war da noch lange nicht zu denken. Das hielt dann an für ungefähr zwei Monate. Ich weiß es nicht mehr genau, aber lange genug, dass unsere Abschlussfeier nicht stattgefunden hat. Dann kam die Zeit wo die Oberstufenklassen wieder in die Schule sollten in…etwas komischen Varianten: Alle kommen in die Schule, der eine Teil der Klasse wird unterrichtet, der andere sitzt in einem anderen Raum rum, dann wird der andere Teil unterrichtet. Also es gab verwirrende Doppelstunden, die wir durchgestanden haben. Zusätzlich mussten die drei ausstehenden Vorprüfungen nachgeholt werden.

Danach hat Corona eigentlich nicht mehr viel ausgelöst, fand ich, weil die Prüfungen stattgefunden haben. Das heißt, dazwischen warst du sowieso meistens zu Hause. Und dann bist du halt einfach zum Tag der Prüfung gekommen, hast die Prüfung geschrieben und bist wieder nach Hause gegangen. Natürlich mit viel Abstand, aber der muss ja während einer Prüfung sowieso gewährleistet werden, wegen dem Abschauen etc..

Ich könnte jetzt noch viel über die Uni erzählen, aber die war für meine zwei Monate relativ normal. Wir haben ein paar Vorlesungen bekommen und der Rest hat halt online stattgefunden, wie dann auch später an den Schulen.

L: Also hätte man es an der Uni, wenn kein Corona gewesen wäre, auch so gemacht oder anders?

C: Man hätte es sicherlich nicht komplett so gemacht, da man quasi alles online-mäßig stattfinden lassen hat. Aber ich erinnere mich, dass es trotzdem relativ normal war, weil überhaupt irgendetwas vor Ort stattfand. Man hat versucht, es so nah wie möglich an die Normalität zu bringen, im Gegensatz zu vielen anderen Unis, die sofort gesagt haben: „Wir machen gar nichts vor Ort, sondern wir machen alles online.“ Da steckte mehr Normalität in der Art und Weise wie Ilmenau es gehandhabt hat.

L: Ah okay, dann haben sie es ja eigentlich ganz gut gemacht.

C: Genau, allerdings hat sich das später wieder relativiert. Während alle anderen im zweiten Semester wieder aufgemacht haben, hat die Uni in Ilmenau das etwas später getan.

L: Da waren sie dann eher ein bisschen vorsichtiger. Gut, das waren alle meine Fragen. Danke dir!

Sophia Riese und Lara-Marie Müller

Klasse 10

(Upload am 23. August 2021)

Interview mit Neele Müller, 5.1

Wie war das Schuljahr im Allgemeinen für dich?

„Überwiegend gut, aber trotzdem sehr anstrengend, da es im Onlineunterricht öfter Probleme mit dem Internet gab und man somit immer wieder neu rein musste.

Auch gab es ziemlich viele Aufgaben.“

Bist du trotzdem zufrieden mit deinen Leistungen?

„Eigentlich schon, denn es waren keine großartig schlechten Noten dabei.“

Wie war Corona für dich generell?

„Doof, denn ich konnte keine Freunde sehen. Im Urlaub war drum herum nichts los und man konnte generell nirgends wie zum Beispiel sonst im Winter hinfahren.“

Was war positiv und was negativ am Homeschooling?

„Positiv war, dass man länger schlafen und auch wieder später ins Bett konnte.

Negativ war, dass ständig das W-LAN gehangen hatte.“

Wie bist du mit dem Homeschooling zurechtgekommen?

„Eigentlich ganz gut, weil ich habe das immer mit meiner Besten Freundin zusammen gemacht und dann war das nicht ganz so schlimm.“

In welchem Fach lagen deine größten Probleme?

„In Deutsch.“

 

Interview mit Tim, 8.1

Wie war das Schuljahr im Allgemeinen für dich?

„Abwechslungsreich.“

Bist zufrieden mit deinen Leistungen trotz Corona?

„Mehr oder weniger.“

Wie war Corona für dich?

„Naja, wenn man es so betrachtet, echt ziemlich scheiße.“

Was waren positive bzw. negative Aspekte am Homeschooling?

„Ich war oft zu Hause und konnte machen was ich will und konnte auch länger schlafen.

Negativ war, dass ich mich mit niemanden treffen und auch keine Partys besuchen konnte.“

Wie bist du mit dem Homeschooling zurechtgekommen?

„Relativ gut eigentlich.“

Hast du auch alle Aufgaben erledigt?

„Mehr oder weniger, aber ich war immer im Onlineunterricht dabei. Aber meine Organisation hat im großem und ganzen sogar funktioniert.“

Wo lagen deine Probleme?

„Eigentlich hatte ich keine tiefliegenden Schwierigkeiten.“

 

Interview Emma Lengfeld und Nelly Heiß, 7.2

Wie war das Schuljahr für euch?

Emma: „Naja, nicht so spannend und auch ziemlich anstrengend.“

Seid ihr zufrieden mit euren Leistungen?

Emma: „Joar, es geht. Ich habe mich sogar verbessert, wie auch immer ich das geschafft habe.“

Wie war Corona für euch?

Nelly: „Ziemlich blöd und langweilig, man konnte die ganze Zeit gefühlt nichts machen.“

Distanz- oder Präsenzunterricht?

Nelly: „Lieber in der Schule, weil hier trifft man auch wieder Mal andere Leute, die man eben privat nicht so sieht und ich lerne hier auch besser.“

Gab es trotzdem etwas Positives am Homeschooling?

Nelly: „Ja, dass man im Bett sitzen konnte, während man die Schulsachen gemacht hat.“

Emma: „Das Positivste war, dass man keine Arbeiten geschrieben hat.“

Wie seid ihr mit dem Homeschooling zurechtgekommen?

Nelly: „Nicht so gut, vieles habe ich auch einfach nicht gemacht.“

Wo lagen eure Probleme?

Nelly: „Das mir das Ganze einfach zu viel geworden ist, da manche Lehrer viel zu viele Aufgaben gegeben haben und ich selber nicht einteilen konnte, wann oder wie ich das genau mache.“

Emma: „Ich finde auch, dass es ziemlich viel geworden ist. Vor allem, weil man alles selber entscheiden musste und dann noch dazu, dass man so gut wie nur zu Hause saß und nichts machen konnte.“

Gina Griethe

Klasse 12

(Upload am 23. August 2021)

Celina, 12. Klasse:

„Die Lage war neu für alle. Insgesamt haben sich die Schulleitung und alle Lehrer Mühe gegeben. Aber es hätte meiner Meinung nach in den letzten Monaten vor den Abiturprüfungen nicht so geregelt sein dürfen, dass auch die 12. Klasse nur in jeder zweiten Woche in die Schule kommen darf, denn es hat uns auch in der 11. Klasse schon sehr viel Unterricht gefehlt. Auch die Kommunikation über die Schulcloud war nicht besonders toll, aber das Problem liegt ja nicht bei unserer Schule, sondern daran, dass teams generell in Thüringen verboten wurde. Trotzdem haben die Lehrer den Onlineunterricht bestmöglich gestaltet. Gut fand ich, dass trotz der Corona-Situation jede Halbgruppe 3 Mottotage hatte und auch, dass beide Elternteile zur Abiturzeugnisausgabe kommen dürfen. Ich vermisse besonders die Feier des letzten Schultages in der Ohmberghalle, die ja wegen Corona leider nicht stattfinden durfte.”

Emely, 12.Klasse:

“Ich bin sehr dankbar für die tollen 7 Jahre auf dem Gymnasium und die bereichernden Erfahrungen. Die gemeinsame Zeit werde ich sehr vermissen. Ich fand es nicht so gut, dass wir in Gruppen Unterricht hatten und somit das Klassengemeinschaftsgefühl gebrochen wurde. Aber auch das 2-Raum System der Oberstufe, also dass 2 Gruppen nebeneinander Unterricht hatten und der Lehrer von Raum zu Raum wechselt, war nicht sehr effektiv.  Ich finde es schade, dass zwar beide Elternteile zur Abiturzeugnisausgabe kommen dürfen, aber dafür nur die Kurse 19/1 und 19/2 zusammen Zeugnisausgabe haben und es somit nur mit dem halben Jahrgang stattfindet. Aber dies haben wir demokratisch abgestimmt, was ich auch als sehr gerecht empfinde. Besonders vermisst habe ich das Feeling des Abschlusses. Beim letzten Schultag kennt man ja von vergangenen Jahren, dass man zusammen feiert, sich umarmt, weint….  All dies hat gefehlt und man hatte nicht das Gefühl: Jetzt ist es vorbei.”

Gina Griethe

Klasse 11

(Upload am 25. Mai 2020)

Am 11.5.2020 hieß es nach 8 Wochen “Back to school!” für uns Elftklässler. Doch diesmal startete kein neues Schuljahr, sondern ein neuer Schuljahresabschnitt begann – mit gewissen Änderungen, die wir schon im Schulbus spürten. Für uns Schüler gilt nämlich Maskenpflicht im Schulbus, in den Gängen in der Schule sowie immer dann, wenn wir anderen sehr nah kommen. Außerdem wurden die Schulstunden auf 60 Minuten verlängert und feste Pausenzeiten gibt es nicht. Die Wiedersehensfreude war groß, wir alle waren sehr motiviert und gespannt, was wohl auf uns zukommt. Laut den Corona-Bestimmungen gilt, dass nur maximal 10 Schüler in einem Raum unterrichtet werden dürfen. Also wurden unsere Klassen halbiert bzw. gedrittelt, was zur Folge hatte, dass unsere Lehrer ständig zwischen den Gruppen hin- und herlaufen müssen und man nur die Hälfte bzw. ein Drittel der Unterrichtszeit das Vergnügen hat, vom Lehrer unterrichtet zu werden; der Rest der Zeit wird zur Stillarbeit genutzt. Leider verfügt die Schule nicht über ausreichend Whiteboards, denn Herr Regel hat eine tolle und effektive Lösung dazu gefunden: Er filmt sich und seine Gruppe und überträgt es per Videofunktion über Teams und wir anderen 10 Schüler können alles live mitverfolgen und ihm über die Chatfunktion Fragen stellen.

 Sportunterricht gibt es keinen, weil dort die Sicherheitsabstände von 1,50m nicht gewährleistet werden können. Aber das finden einige Schüler gar nicht schlecht, da wir so dienstags nur 5 Stunden haben und mehr Zeit für unsere Freizeitaktivitäten bleibt.

Besonders mies ist allerdings, dass es coronabedingt kein “Letzter Schultag der 12er” Programm in der Ohmberghalle gab, was sonst für uns alle ein Höhepunkt des Schuljahres war. So konnten wir als “Assi 11er” den Zwölfern gar keine Streiche spielen und versuchen, ihnen die Stimmung zu vermiesen.  Die 12er ließen sich den Spaß allerdings nicht nehmen und verteilten zu ihrem Motto “Abi Colada – Hauptsache RUM” an ihrem letzten Schultag Luftballons, Bilder von Fledermäusen und Coronaviren in der ganzen Schule und verkleideten sich entsprechend.

Die meisten Lehrer gingen sehr chillig mit der Corona-Situation um und wiederholten mit uns erst einmal vieles, andere kündigten aber auch einen Haufen LKs an und in Biologie wurde sogar diese Woche schon die 1. Arbeit geschrieben.

Die schwierige Unterrichtssituation in der Corona Zeit erfordert viel Eigeninitiative von uns Schülern. Da wir in Chemie gedrittelt sind, hatte Frau Renner nur wenig Zeit für uns. Also übernahm ich vorne an der Tafel das Vergleichen der Corona-Hausaufgaben mit meinen Gruppenmitgliedern und unterstützte somit Frau Renner, worüber sie sich sehr gefreut hat und mir auch echt Spaß gemacht hat.  Vielleicht sollte ich mal Lehrerin werden, aber ich denke, nach Corona und meinem Abi werde ich erstmal die Welt erkunden und unbedingt nach Großbritannien reisen, da unsere Kursfahrt nach London leider wegen Corona abgesagt worden ist …

Lara Huth

Klasse 10.2

(Upload am 19. Mai 2020)

Anmerkung: Nachfolgender Beitrag entstammt dem Deutschunterricht aus dem Jahrgang 10. vom 05.05.2020. Die Aufgabe bestand darin, zu einem selbstgewählten (Unsinns)Thema eine Drei-Minuten-(Unsinns)Rede zu schreiben und vorzutragen.

Liebe Mitglieder des Kleingartenvereins, liebe Parzellenbesitzer, ich freue mich Sie hier bei unserer Versammlung begrüßen zu dürfen. Jährlich kommen wir zusammen, um uns auszutauschen über die neuesten und besten Tipps und Tricks für den Garten. Nichtsdestotrotz kennen Sie alle bereits die Crème de la Crème der Gartendekorationen, die ich Ihnen zuerst nahelegen möchte: Den Gartenzwerg!

Fast jeder hat schon einmal von ihnen gehört. Kein Wunder! In vielen Märchen wie „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ ist von ihnen die Rede. Schon seit dem 18. Jahrhundert gibt es Gartenzwerge in der heutigen Form. Wäre es nicht schön, diese Tradition zu bewahren? Mit ihrer ständigen Anwesenheit und dem niedlichen Aussehen verschönern sie den Garten ungemein und lassen ihn richtig heimelig wirken. Oft nehmen die Keramikfiguren Posen ein und üben Tätigkeiten aus. Mit einem Team aus Gartenzwergen als Darsteller und Ihnen als Regisseur lassen sich kleine Szenen nachstellen. Zwerg 1 verliert das Gleichgewicht? Kein Problem! Stellen Sie Zwerg 2 dahinter. Er wird den anderen schon auffangen. Auf diese Weise hauchen Sie dem Garten Leben ein.

Einige – das kann ich Ihnen ansehen – halten Gartenzwerge für kitschig. In manchen Fällen mag das zutreffen, aber Sie müssen wissen: Das Design der Gartenzwerge ist nicht im 18. Jahrhundert stecken geblieben. So gibt es mittlerweile mystisch anmutende Gartenzwerge aus Stein in Ruinenoptik, welche ganz in Horrorfilmmanier aus dem Erdboden zu kriechen scheinen. Und das ist nur ein Beispiel! Mit den Figuren lässt sich der Garten auch personalisieren und nach eigenen Vorlieben gestalten. Sie sind leidenschaftlicher Vogelbeobachter? Ein Zwerg mit Fernglas und Vogeltränke ist das Richtige für Sie. Sie gehören der Gothic-Szene an? Gothic-Zwerg in Schwarz!

Sogar Ihr Verhältnis zum Nachbarn lässt sich durch die Zwerge wunderbar klären. Gut sichtbar in der Nähe des Zauns platziert, macht der Zwerg mit dem blutigen Messer im Rücken sofort klar, dass der Nachbar sich mit seinem lästigen Smalltalk fernhalten sollte.

Nun – Ich will ehrlich zu Ihnen sein. Einige Gartenzwerge sind so brutal hässlich, dass sie schon wieder furchterregend sind. Allerdings hat das auch seine guten Seiten. Die Kinder, welche seit Jahren ihre Blumen zertrampeln und das Obst klauen, werden beim Anblick der leeren Augen von schlecht bemalten Gartenzwergen schreiend Reißaus nehmen. Aus eigener Erfahrung kann ich Ihnen sagen, das wirkt wahre Wunder!

Sie wissen sicher alle, dass es im Garten auch einmal spät werden kann. Sollte sich dann bei Einbruch der Dunkelheit ein Einbrecher in den Garten schleichen, dient der Zwerg als zuverlässige Wurf- und Schlagwaffe. Das harte Material und der spitze Hut sind wie geschaffen dafür.

Wir alle können von den Gartenzwergen profitieren. Besonders, wenn wir selbst zur Gartenarbeit schreiten, liefern die Zwerge wichtige emotionale Unterstützung. In einer Pose gefertigt, in der sie selbst gerade gießen oder Ähnliches tun, erzeugen die Zwerge ein Gefühl der Gemeinschaft. Diese „Emotional-support-Zwerge“, wie ich sie liebevoll nenne, lassen keine Einsamkeit aufkommen. Aus diesem Grund, liebe Mitglieder des Kleingartenvereins, und um unsere Gartenanlage noch schöner werden zu lassen, möchte ich Ihnen dringend ans Herz:

sich einen, oder gleich mehrere Gartenzwerge zuzulegen. Gewiss werden Sie große Freude daran haben.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

 

Matthias Paschke

Klasse 10.2

(Upload am 19. Mai 2020)

Anmerkung: Nachfolgender Beitrag entstammt dem Deutschunterricht aus dem Jahrgang 10. vom 05.05.2020. Die Aufgabe bestand darin, zu einem selbstgewählten (Unsinns)Thema eine Drei-Minuten-(Unsinns)Rede zu schreiben und vorzutragen.

Sehr geehrte Mitschülerinnen und Mitschüler, sehr geehrte Frau Lehrerin,

wer kennt es nicht? Das alte, grüne, hässliche Gebäude mit den roten Dachziegeln irgendwo am Nordostrand der Kleinstadt Worbis. Mal ehrlich, wie oft kommen wir hierher und wie oft fällt uns die Farbe dieses „Riesengebäudes“ gar nicht mehr auf, weil es so öde aussieht.

Ich schlage vor: PINK!!! Ja, das Schulhaus sollte pink gestrichen werden!

Warum streicht man so ein Schulhaus überhaupt grün? Grün ist viel zu neutral, unauffällig und zu dem in dieser ländlichen Region viel zu sehr an die Umwelt angepasst.

Einige mögen dagegenhalten, dass ja so hohe Kosten hier entstehen würden, aber mal ehrlich, es wird ja schon an allen anderen Ecken dieser Schule gespart.

Unsere Schule sollte strahlen! Aber das wird sie nicht in einem immer mehr verblassenden Grün. Nein! WIR BRAUCHEN PINK!

Zudem müsse man sich vorstellen, was wir für eine Aufmerksamkeit erregen würden. Ja, vielleicht wären wir in Zeitungen, im Radio oder sogar im Fernsehen. Das wäre doch echt gut für das Image der Schule!

Viele mögen entgegnen, dass das pink streichen des MCGs eine doch recht merkwürdige Idee sei. Aber ich denke, wir sollten doch auch in irgendetwas mal der „Trendsetter“ sein. Genug Hinterherhängen tuen wir hier im Osten ja sowieso schon.

Eins ist klar, ein neuer Anstrich ist sowieso längst fällig. Dieses Grün hängt hier jetzt schon mehr als zwei Jahrzehnte an den Wänden, die Rückstände an den Fassaden aus der Umwelt werden immer deutlicher zu erkennen.

Aber ich würde nicht vorschlagen die Schule pink zu streichen, wenn man sie genauso gut in Camouflage, Himmelblau oder Todesschwarz „tapezieren“ könnte. Nein, denn keine andere Farbe wirkt stärker auf die menschliche Psyche wie Pink. Sie verstärkt alle positiven Gefühle und besänftigt Gewalt und Aggressionen, welche man ja hier hin und wieder bekommen kann. Ja, Pink ist die Farbe der Neuzeit und vermittelt Sicherheit und Geborgenheit.

Eins ist jedenfalls klar: Dieser Anblick unserer Schule ist so nicht länger akzeptabel. Der Pink-Anstrich ist längst überfällig, früher oder später wird es auch der Letzte hier erkannt haben. Also lasst uns kämpfen, demonstrieren, beten und wenn es sein muss dafür sterben, dass dieses Schulhaus, noch in diesem Jahr einen Anstrich in der Farbe Pink erhält, denn wie sagte bereits unsere Bundeskanzlerin Frau Dr. Angela Merkel am 31.08.2015: WIR SCHAFFEN DAS!!!

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit!

 

Jakob Weidemann

Klasse 10.2

(Upload am 19. Mai 2020)

Anmerkung: Nachfolgender Beitrag entstammt dem Deutschunterricht aus dem Jahrgang 10. vom 05.05.2020. Die Aufgabe bestand darin, zu einem selbstgewählten (Unsinns)Thema eine Drei-Minuten-(Unsinns)Rede zu schreiben und vorzutragen.

Liebe Sofasportler, Mitschüler und Sportverweigerer,

in meinem heutigen Redebeitrag möchte ich mich dem Thema: „Morgensport auf dem Schulhof“ widmen. Wie froh können wir sein, nach den letzten Wochen der coronabedingten Schul- und Sportabstinenz wieder frisch und gesund hier zusammen sein zu dürfen. Was ist das für eine Zeit? Fitnessstudios sind geschlossen, YouTuber haben Hochkonjunktur und Home-Office hat auf unseren Hüften Spuren hinterlassen.

Während meines eigenen Trainingsprogramms, das ich auf ein Home-Workout umgestellt habe, hatte ich Sehnsucht nach gemeinsamen sportlichen Aktivitäten in der Gruppe. Der Umgang mit dem Virus hat gezeigt, dass das Bewusstsein in der Bevölkerung gewachsen ist, durch Sport das eigene Immunsystem zu stärken. Selbst Fernsehsender haben darauf reagiert und bieten allmorgendlich Anleitungen für Morgensport zu Hause an. So gerät man beim morgendliche Fingertraining, dem Zappen von einem Sender zum anderen, ins Schwitzen. Was sollte uns dann noch abhalten, auch auf unserem Schulhof für unsere Schüler Morgensport anzubieten und durchzuführen? Unsere Sport-Influencer heißen Herr Hentschel und Herr Regel, welche mit uns „regel“-mäßig auf Microsoft-Teams Sport machen (könnten). Es gibt keine bessere Zeit, als den Morgen, um richtig wach, vital und fit für den Tag zu werden.

Jeder von uns will doch, seine morgendlichen Hormone so richtig abarbeiten, da denkt natürlich jeder an Liegestütze! Ich als Extremsportler weiß, wenn ich die Wahl habe zwischen Zocken oder Liegestütze, werde ich natürlich immer die Liegestütze nehmen – außer in den Ferien, wir wollen ja nicht zu „leistungsstark“ werden. Und am Wochenende auch nicht. Und nicht, wenn ich beschäftigt bin, zum Beispiel während der Schulzeit! Ich nehme an, auch ihr nehmt den Sport so ernst, aber ich sage euch! Ich war letztes Jahr in der Türkei, da hat auch die ältere Genration „regel“-mäßig Sport gemacht, und wenn ihr vor denen aus der Puste kommt – um Himmels Willen!!!

Morgensport auf dem Schulhof ist ausreichend, um eine grundlegende Fitness zu erhalten, aber auch, um wach zu werden, denn ich persönlich komme verschlafen in die Schule. Fünf Minuten Sport sind da quasi wie drei Stunden Schlaf! Es ist sehr wichtig, frühs wach zu werden, dass Zocken vom Vorabend gleicht man mit zehn Minuten Sport gut aus. Jedenfalls fast. Aufgaben, Prüfungen, so viel Stress! Ist uns die Schule den Morgensport nicht schuldig? Seht doch, wie entspannt die Soldaten bei ihrem Morgensport zum 100sten Mal den Klimmzug ziehen, wie ausgeglichen und froh sie sind, wenn sie nach dem 1000m Sprint noch Liegestütze machen dürfen. Möchtet ihr das nicht auch? Na also, etwas Disziplin im Laden, kann nicht schaden! Das Ganze als Team, dann kommt doch doppelt Freude auf!

Vielleicht zum Schluss noch ein paar selbst gedichtete Zeilen:

Sport macht Schwache selbstbewusster,

Dicke werden dünn,

Dünne hinterher robuster,

Das ist des Sportes Sinn.

Sport stärkt Arme, Rumpf und Beine,

Kurbelt deinen Kreislauf an.

Sport treibt man nicht gern alleine,

Für mich ist Sport die Number one !

 

Herzlichen Dank!

 

Luis Winter

Klasse 10.2

(Upload am 19. Mai 2020)

Anmerkung: Nachfolgender Beitrag entstammt dem Deutschunterricht aus dem Jahrgang 10. vom 05.05.2020. Die Aufgabe bestand darin, zu einem selbstgewählten (Unsinns)Thema eine Drei-Minuten-(Unsinns)Rede zu schreiben und vorzutragen.

In den letzten acht Wochen Homeoffice, Homeschooling, Kurzarbeit oder was auch immer wuchs ein Kleidungsstück vielen Menschen in Deutschland ganz doll ans Herz: die Jogginghose! Egal ob unter dem Schreibtisch während der Videokonferenz, beim Chillen auf dem Sofa beim Netflix schauen oder vielleicht sogar beim Einkaufen, die Jogginghose wurde zum alltäglichen Gebrauchsgegenstand.

Jetzt, wo vielerorts die Schulen den Betrieb wieder langsam aufnehmen, steht eine unausgesprochene Frage groß im Raum: ,,Sollte die sowieso schon längst etablierte Wunderwaffe der Beinbekleidung endlich Pflicht an deutschen Schulen werden?“

An zahlreichen Schulen wurden unverständlicher Weise schon Verbote für das Tragen von Jogginghosen erlassen, weil von den jeweiligen Schulleitungen nur die negativen Aspekte betrachtet wurden, die aber allesamt auf den eigenen modischen Vorstellungen beruhen. Kein Argument gegen Jogginghosen, das in diesem Zusammenhang genutzt wurde, ist von großer Gewichtung, geschweige denn sinnvoll. Um dieser negativen Entwicklung gegenüberzutreten reicht es nicht, Jogginghosen im Unterricht zu erlauben. Nein, sie muss Pflicht an deutschen Schulen werden!!

Die Aspekte, die für eine Pflicht an unseren Schulen sprechen sind ebenso simpel wie hilfreich. Die Vorzüge einer Jogginghose kennt jeder, im besten Falle sitzt sie bequem, was vor allem an dem elastischen Gummiband liegt, welches die Knöpfe und den Reißverschluss einer normalen Jeans ersetzen. Die dadurch resultierende Geschwindigkeit des Anziehens der Hose ist ein zeitsparender Vorteil für jeden Träger einer Jogginghose, außerdem ist der fehlende Reißverschluss eine gigantische Risikoreduktion für jeden Jungen. Die Bewegungsfreiheit, die in diesen Hosen vorherrscht, macht sie perfekt für den Schulalltag, sie sind für Bewegungen jeglicher Art geeignet, auch für den Sportunterricht, aber am wichtigsten ist, sie sind auch perfekt für keine Bewegung. Denn die Bequemlichkeit einer solchen Jogginghose macht auch im schlimmsten Fall neun Unterrichtsstunden erträglich, vor allem deshalb, weil die meist alten, durchgesessenen Holzstühle unserer Schulen keinen positiven Effekt auf die Gesundheit der Schüler haben, sind weiche Jogginghosen notwendig. Sogar das Gegenargument, dass zu viel Bequemlichkeit vor allem in den ersten Stunden zu einschlafenden Schülern führt, kann entkräftet werden, denn dadurch, dass die Art der Hose vorgegeben ist, fällt unnütz verschwendete Zeit für die Auswahl und die Anprobe verschiedener Hosen weg, diese kostbare Zeit kann wiederum in einen längeren Schlaf investiert werden, der die Schüler schon in den ersten Stunden zu mehr Motivation und mehr Tatendrang anregt.

Wir müssen alle zusammenstehen, um dieses Ziel zu erreichen!

Abschließend möchte ich nur noch sagen, dass eine Jogginghosenpflicht im Unterricht als Schuluniform gesehen werden kann, welche aber noch individuelle Auslebung des eigenen Charakters im Bereich der Schuhe und des Oberteils zulässt. Somit wäre diese Reform im Gegensatz zu einer kompletten Schuluniform nicht verfassungswidrig nach dem Artikel 2 Absatz 1 des Grundgesetzes über das Recht auf freie Entfaltung seiner Persönlichkeit jedes Menschen.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und hoffe, Sie von den Vorzügen dieses Allrounders überzeugt zu haben.

Celine Barthel

Klasse 10.3

(Upload am 14. Mai 2020)

Als wir die Nachricht bekommen haben, dass auch wir 10. Klässler ab dem 04.05 wieder in die Schule gehen dürfen, wussten wir erst nicht recht, was wir darüber denken sollen. Einerseits freuten wir uns, nicht mehr jeden Tag mit E-Mails und Arbeitsaufträgen bombardiert zu werden und uns nach dieser langen Zeit, wenn auch auf Abstand, endlich wieder zu sehen und einen einigermaßen normalen Alltag zu führen, doch wir hatten auch Angst. Was wird die Schule für unsere Sicherheit tun? Werden sich alle an die Abstandsregeln halten? Werden die Lehrer erst einmal wieder langsam anfangen oder sofort einen Test nach dem anderen schreiben? Fragen, die uns glücklicherweise gleich am Montag beantwortet wurden.

Da ich an das frühe Aufstehen überhaupt nicht mehr gewöhnt war, habe ich – wie sollte es auch anders sein – am Montag verschlafen. Nachdem ich dann aber einen Dauersprint zum Bus hingelegt hatte, war ich glücklicherweise hellwach und war schon ziemlich gespannt, was mich in der Schule erwarten würde. Die ersten Tage liefen dann auch ganz anders als erwartet ab. Unsere Klasse wurde in drei Gruppen aufgeteilt, sodass sich nie mehr als zehn Schüler in einem Raum befanden und auch auf den Fluren wurde auf unsere Sicherheit geachtet, da diese in 2 Hälften geteilt wurden und man je nach der Richtung, in die man gerade läuft, nur eine Seite benutzen durfte. Auch unser Stundenplan wurde den Begebenheiten entsprechend angepasst – in der ersten Wochen gab es einen „Intensivkurs“ in unseren Prüfungsfächern Deutsch (6 Stunden) und den Naturwissenschaften (jeweils 4 Stunden), damit wir uns entsprechend auf die BLF vorbereiten konnten. Fächer wie Sport, die 2. Fremdsprache, das Wahlpflichtfach, Religion, Kunst oder Musik fielen gänzlich weg.

Die meisten Lehrer gingen glücklicherweise erst einmal ziemlich umsichtig mit uns um und betonten, wie sehr es sie freut, dass auch wir nun wieder in der Schule sind. Die Aufteilung in Kleingruppen fand ich überraschenderweise doch recht gut, da es viel ruhiger und entspannter im Raum war und die Lehrer intensiv auf unsere Fragen eingehen konnten. Auch der Erhöhung der Stunden auf 60 Minuten stand ich zunächst skeptisch gegenüber, doch auch hier waren die Lehrer, die meist selbst am Ende des Tages ziemlich geschafft waren, sehr nett und ließen uns oft am Ende der Stunde eine zehnminütige Pause. Die erste Woche verging wie im Fluge, aber leider konnte es danach nicht wie bisher weitergehen, weil in der nächsten Woche auch die neunten & elften Klassen wieder in die Schule gehen sollten. Somit wurden A/B/C Wochen eingeführt und da ich der ersten Gruppe angehöre, kam ich auch diese Woche noch in den Genuss des Präsenzunterrichts.

Doch diese Sache hat leider auch etwas Negatives an sich – meine Freunde aus den anderen beiden Gruppen sehe ich nun gar nicht mehr und am 14.05 ist mein letzter richtiger Schultag vor der BLF, was mir schon ziemlich Angst bereitet. Ich wäre sehr gerne auch die nächsten zwei Wochen weiterhin zur Schule gegangen, um mich noch einmal intensiv auf die Prüfungen vorzubereiten. Auch die Entscheidung des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport bezüglich der BLF kann ich kaum nachvollziehen. Diese wurde nämlich nur eine Woche nach hinten verschoben, obwohl wir ja fünf Wochen lang keinen Präsenzunterricht hatten.

Trotzdem müssen wir jetzt versuchen, aus der Situation das Beste zu machen und die restliche Zeit nutzen, um uns, so gut es geht, auf die anstehende Besondere Leistungsfeststellung vorzubereiten.

Heley Noorzai

Klasse 10.2

(Upload am 12. Mai 2020)

Am 4. Mai war es nun wieder so weit: Die Schulen öffnen wieder für vereinzelte Gruppen ihre Pforten. 

Nach über einem Monat ohne Kontakt mit Leuten, die nicht unter demselben Dach wohnen, war ich definitiv ausreichend sozial distanziert. Es war höchste Zeit, meine Freunde in Person wiederzusehen. Glücklicherweise wurde ich mit den meisten von ihnen in eine Gruppe eingeteilt.

Rechtzeitig aufzustehen war allerdings eine Qual, auf die mich auch das frühzeitige Schlafengehen nicht vorbereiten konnte. So kam es, dass ich halb verschlafen mit Mundschutz ausgerüstet in die Schule kam.  Von Umarmungen und Ähnliches mussten wir aufgrund des persönlichen Sicherheitsabstands von 1,5 m leider absehen. Positiv überrascht war ich von der Vielzahl an selbstgenähten Mundschützen, die jedem etwas Individualität verliehen.

Individualität konnte auch beim Umsetzen der Schutzmaßnahmen durch die Lehrer beobachtet werden. Die Unterschiede waren dabei auffällig groß. Vom regulären Mundschutz und dem Einhalten des Mindestabstandes bis hin zum selbstgebauten, mobilen Schutzwall war alles dabei.

Der Unterricht begann wie gewohnt um 7.30 Uhr. Neu war allerdings die Länge einer Unterrichtseinheit. Diese beträgt eine volle Stunde. Auch Pausenzeiten wurden nicht eindeutig geregelt und werden von den Lehrern selbst festgelegt. Die Prüfungsfächer Deutsch, sowie die Naturwissenschaften, Biologie, Chemie und Physik, wurden auf 6, bzw. 4 Wochenstunden erhöht. Fächer, wie Musik, Kunst, Sport, Religionslehre, Ethik, Astronomie, zweite Fremdsprache und das Wahlpflichtfach wurden komplett gestrichen. Dies bedeutete leider nicht, dass wir dort keine Aufgaben per Microsoft Teams erhielten.

Überraschenderweise gefiel mir der Unterricht in den kleineren Gruppen besser als erwartet. Die Lehrer nahmen Rücksicht auf unsere lange Pause der Schulanwesenheit und gestalteten dementsprechend ihren Unterricht. Sie selbst wirkten entspannter und der Unterricht wirkte persönlicher, weniger formell und im Allgemeinen viel freier. Auch die langen Schulstunden wurden durch mehrere kleine Pausen erträglich.

Dennoch konnte man den Lehrern nach einiger Zeit ansehen, dass sie dadurch etwas mitgenommen waren, mehrere Stunden hintereinander dreimal den gleichen Stoff zu unterrichten.

Was uns alle frustrierte, war die Unwissenheit über die BLF. Konkrete Termine waren nämlich bis dahin keine bekannt. Verwundert waren wir auch, als am Dienstag während der 4. Stunde in allen Fluren Markierungen für zu benutzende Flurseiten und Ein- und Ausgänge erschienen.

Seit dem 11. Mai dürfen wir – gemeinsam mit den 11. und 9.-Klässlern – wieder nur Gruppenweise in die Schule und ich, als Mitglied der Gruppe drei meiner Klasse, habe also zwei weitere Wochen Homeschooling vor mir.

Gina Griehte

Klasse 11

(Upload am 12. Mai 2020)

Für uns Elftklässler steht der Unterrichtsbeginn unmittelbar bevor. Um die Abstandsregeln einhalten zu können, haben die Lehrer vor, unsere Klasse in zwei bzw. drei Räume aufzuteilen und so Unterricht zu machen. Ehrlich gesagt, habe ich Angst davor, dass die Schule wieder losgeht – und da bin ich nicht die einzige.

Letzte Woche saß ich jeden Tag, von Montag bis Samstag, von morgens bis abends an meinen Hausaufgaben, doch ich habe danach immer noch nicht alle fertig gehabt. Im Gegenteil: dieses Homeschooling schlägt auf die psychische Gesundheit und ich bekam einen regelrechten Lagerkoller vom „Eingesperrtsein“ zu Hause. Immer nur zu Hause zu sein, sich nicht mit Freunden treffen zu können und trotzdem an der Seminarfacharbeit weiterarbeiten zu müssen und dazu noch Gruppenarbeiten in dieser Zeit abgeben zu müssen, ist eine noch die dagewesene Belastung für mich. Die ständige Arbeit am Laptop, der beim Homeschooling ein wichtiges Utensil ist, ist ermüdend und öde. Jede noch so kleine Möglichkeit der Freizeitbeschäftigung dient dabei als willkommene Abwechslung, um die gelernten Inhalte einigermaßen zu verarbeiten.

Ehrlich gesagt, stehe ich lieber morgens um halb 6 auf, mache mich auf den Weg zur Schule und bin nachmittags um halb 4 wieder zu Hause.  Ein Glück deshalb, dass ich ab Montag wieder in die Schule darf? Schwer zu sagen. So ein fröhliches Wiedersehen wie nach den Sommerferien wird es nicht werden. Ganz ehrlich: Ich habe Angst vorm Schulbeginn. Ich bin echt mal gespannt, wie das funktionieren soll, in all meinen Fächern, 13 an der Zahl, die noch ausstehenden Arbeiten zu schreiben und zugleich dabei gute Leistungen zu erbringen. Manche Lehrer haben da ja auch ganz spezielle Ansichten, zum Beispiel schreiben wir in dem einem Fach gleich in der ersten Stunde eine fette LK über den gesamten Stoff aus den vergangenen drei Monaten. Uff. Motivation sieht anders aus.

Doch es gibt auch wirklich nette Lehrer, die alles dafür tun, uns die Angst vor dem stressigen Schulstart und den Kursarbeiten, die wir trotzdem schreiben müssen, zu verringern. Besonders erwähnen möchte ich an dieser Stelle meinen Mathe- und Klassenlehrer Herrn Haubold. Er nimmt sich auch individuell Zeit für jeden Schüler, der Fragen zu Mathe hat oder allgemeine Probleme, Zeit, um uns mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und opfert dabei sein Wochenende. Das ist nicht selbstverständlich.

Ebenso bin ich meinem Physiklehrer Herr Dittmann sehr dankbar, dass er so eine Geduld mit seinem Physikkurs hat und uns das schwierige Thema “Der elektrische Schwingkreis” gerne mehrfach erklärt und uns bestmöglich auf die anstehende Kursarbeit vorbereitet. Er setzt uns nicht unter Stress, beantwortet jede Frage von uns, egal wie dumm sie auch klingt, sehr sachlich und freundlich.

Wir befinden uns in einer außergewöhnlichen Situation, deshalb ist es wichtig, dass die Lehrer auch auf uns Rücksicht nehmen. Vielen Dank dafür, denn nur so kann unsere Angst vor der Schulöffnung verringert werden und wir alle gut durch die schwierige Zeit kommen.

Celine Barthel

Klasse 10.3

(Upload am 08. April 2020)

Bei vielen Leuten treffe ich auf Unverständnis, wenn ich ihnen erzähle, dass ich sehr traurig darüber bin, dass durch Corona viele Konzerte abgesagt werden mussten und mir diese Konzerte wirklich fehlen. Das bedeutet in keiner Weise, dass ich den Virus auf die leichte Schulter nehme oder mir der Schutz der Menschen unwichtig ist, aber seit ein paar Jahren sind Konzerte quasi zu meinem Hobby geworden und es fühlt sich seltsam an, diesem jetzt nicht mehr nachgehen zu können.

Man kauft die Karten meist schon über ein Jahr im Voraus und freut sich mit jedem Tag immer mehr darauf. Klar sind Konzerte für viele Menschen unwichtig, aber es ist einfach nur schade, wenn einem die Sache genommen wird, die man so sehr liebt und die einen für ein paar Stunden vom Alltag und allen Problemen ablenkt.

Mittlerweile wurden bereits 3 Konzerte abgesagt, für die ich Karten gekauft hatte und ich bin mir ziemlich sicher, dass noch mindestens ein weiteres dazu kommt.

Jedoch bin ich mir immer noch unsicher darüber, ob ich die Karten behalten und auf einen Ersatztermin hoffen soll, oder sie an Eventim zurückgebe, denn diese werben zurzeit mit dem Slogan „#VerschiebenStattStornieren“.  Natürlich stellt die Corona – Krise für alle Künstler eine finanzielle Belastung dar und ich verstehe, dass diese froh über jeden sind, der seine Karten behält, doch auch für mich ist es schwer abzuschätzen, ob ich die Ersatztermine überhaupt wahrnehmen kann, da diese meistens auf einen Wochentag verlegt werden, obwohl sie ursprünglich für das Wochenende geplant waren und ich mich natürlich nicht jedes Mal dafür von der Schule freistellen lassen kann.

Jedoch kann man an dieser Situation nun nichts ändern und deswegen haben sich einige Künstler zusammengetan und das „#WirBleibenZuHauseFestival“ ins Leben gerufen. Hierbei machen sie auf ihren jeweiligen Instagramaccounts für eine halbe oder dreiviertel Stunde einen Livestream, indem sie dann ein paar ihrer Lieder spielen. Es ist zwar keineswegs ein richtiger Ersatz für die ausgefallenen Konzerte, aber trotzdem eine schöne Möglichkeit, die Livemusik seiner Lieblingskünstler zu hören.

Dieses „Festival“ hat bis jetzt schon zweimal stattgefunden und ich hoffe sehr, dass sich noch weitere Musiker daran beteiligen und diese tolle Idee fortgesetzt wird.

Chantal Marschhausen

Klasse 10.2

(Upload am 06. April 2020)

Die aktuelle Coronakrise hat uns alle aus unserem geregelten Alltag herausgezogen und zwingt uns die ungewöhnliche Maßnahme vom bundesweiten „Hausarrest“ auf. Das stellt besonders uns, die junge Generation vor neue Herausforderungen, da wir in Freiheit und mit laufenden Freizeitangeboten niemals den Gefühlen der „Gefangenschaft“ oder der Langenweile verfallen mussten. 

Mir ganz persönlich fehlen am meisten normale Alltagsaktivitäten und Unternehmungen mit Freunden und Bekannten. Ebenfalls fehlen mir die sonst selbstverständlich scheinenden Zusammentreffen mit meinen Großeltern und anderen Familienmitgliedern, die nicht zur Kernfamilie zählen. Ich muss sogar zugeben, dass mir vor allem anfangs der geregelte Schulalltag gefehlt hat. Mittlerweile glaube ich, dass uns diese Freiheit in der Aufgabeneinteilung auch etwas auf das spätere Studentenleben vorbereitet. Dennoch wäre es schön, wenn sich der Alltag nach der Coronakrise wieder zum Gewohnten einpendelt und die Lehrer anfangs auf uns Rücksicht nehmen. Denn ich bin der Meinung, dass kurz nach diesem Corona-Shutdown, nicht allzu hohe Erwartungen an uns herrschen sollten und nicht zu viel Druck auf uns Schüler aufgebaut werden sollte. Da wir uns alle von der einen ungewohnten Situation in die nächste bewegen.

So einen richtig festen Tagesablauf kann ich leider nicht vorweisen, aber ich versuche nicht all zu spät aufzustehen, setze mir täglich ein paar Schulaufgaben als Ziel, schaue Serien oder YouTube-Videos und gehe spazieren, wenn die Sonne scheint. Manchmal telefoniere ich abends noch mit Freunden oder Familienmitgliedern und ich muss zugeben, bei sozialer Isolation zählen Telefonate mit meinen Lieben zu den Highlights des Tages.  Jedoch ist es aktuell am allerschönsten, einfach die Worte „Mir geht`s gut.“  von ihnen zuhören, da in mir eine gewisse Angst besteht, dass mir nahestehende Personen erkranken oder sogar sterben.

So ganz weiß ich auch nicht, wie man die Auswirkungen eines Gefühls wie Hoffnung in Worte packen soll. Was mir Hoffnung macht, weiß ich auch nicht immer so recht. Vor allem in Zeiten wie diesen, wo andauernd neue Negativschlagzeilen aus anderen Ländern zum Beispiel Italien oder Spanien auf uns einprasseln. Dennoch versuche ich optimistisch und hoffnungsvoll zu bleiben und ich glaube, dabei hilft, einfach mal zu vertrauen. Denn wenn wir Vertrauen in unser Gesundheitssystem, in unsere Regierung, in unsere Mitmenschen, in unsere Familien und vielleicht auch in das Schicksal haben, dann klappt das auch mit der Hoffnung und der inneren Stärke.

Zusammenfassend denke ich, Vertrauen führt zu Hoffnung und ich glaube, wenn wir alle etwas mehr vertrauen, können wir auch diese Ausnahmesituation meistern.

Gina Griethe

Klasse 11

(Upload am 06. April 2020)

“Ab Dienstag, den 17.3., haben alle Schulen in Thüringen geschlossen, aufgrund der aktuellen Coronagefahr.”

Als ich dies hörte, war ich sehr geschockt. Ich hatte nämlich nicht geahnt, wie ernst die Lage tatsächlich war und hätte nicht damit gerechnet, dass unsere Schule tatsächlich geschlossen wird. Trotzdem freute ich mich – wie alle aus meiner Klasse – über die schulfreie Zeit, die sogenannten “Corona-Ferien”. Voller Euphorie planten wir Mädelsabende und malten uns aus, was wir alles Tolles unternehmen können, beispielsweise gemeinsam Pizza essen zu fahren. Doch dies waren keine normalen Ferien, was mir schließlich erst richtig bewusst wurde, als die Coronafälle im Eichsfeld immer mehr, die Angst größer und Kontaktsperren eingeführt wurden.

Sehr traurig bin ich auch darüber, dass schon lange geplante, große Familienfeiern abgesagt worden sind und dass mein England-Urlaub in den Osterferien mit meiner Familie ausfallen wird. Ich hoffe, dass meine Kursfahrt im Juli nach London stattfinden kann, da ich mich darauf schon sehr lange gefreut habe.

Unsere Lehrer geben ihr Bestes, um uns bestmöglich Wissen zu vermitteln. Besonders gut finde ich, dass Herr Heddergott extra einen Youtube-Kanal “Mathe-Hamster” gegründet hat, um Lernvideos für seine Schüler hochzuladen. Aber auch mein Lateinlehrer Herr Regel hat sich etwas Tolles einfallen lassen. Wir Lateinschüler bekommen Übersetzungsaufgaben, die wir anschließend via Skype mit ihm vergleichen und besprechen. Nach den Corona-Ferien stehen für uns Elftklässler Kursarbeiten an. Besonders Angst habe ich vor der in Physik, da als Schwerpunkt genau das abgefragt werden wird, was wir uns selbst erarbeiten müssen.

Ich vermisse meine Oma und meinen Opa sehr, die schon etwas älter und deshalb anfälliger für Krankheiten sind und die ich deshalb erstmal nicht besuchen soll. Sehr traurig ist, dass alle meine Hobbys zurzeit nicht stattfinden können und ich meine Freundinnen nicht sehen kann. Jedes Mal, wenn ich mich von meinem Freund verabschiede, ist es sehr schwer für uns beide, da wir nicht wissen, wann wir uns wiedersehen können, wenn bald tatsächlich eine Ausgangssperre verhängt wird. Wollen wir hoffen, dass es nicht so weit kommt und möglichst bald ein Gegenmittel auf den Markt kommt, damit in Deutschland nicht so viele Menschen an Corona sterben müssen wie in Italien.

Sophia

Klasse 9

(Upload am 05. April 2020)

Die Freude, die ich empfand über die Informationen, dass unsere Schule für drei Wochen ausfällt, ist mir mittlerweile vergangen. Die Tage zu überbrücken und nicht in Langeweile zu versinken ist ohne die Schule tatsächlich gar nicht so einfach. Natürlich freut es mich, nicht fast täglich von einem nervigen Wecker geweckt zu werden und halbwach um 7 Uhr morgens in der Schule anzukommen, jedoch vermisse ich meine Freunde und das Erledigen der Aufgaben, welche wir von den Lehrern bekommen haben, macht alleine nur halb so viel Spaß wie der Unterricht. Zu Hause die Zeit zu verbringen ist, wirklich nicht sonderlich interessant und abwechslungsreich. Vor allem dieses schöne Wetter macht es umso mehr schade, dass ich nichts wirklich unternehmen kann. Dennoch versuchen meine Familie und ich aus der Situation das Beste zu machen, indem wir Beispielweise den Großteil des Tages im Garten verbringen. Durch die ganzen Medien über das Coronavirus und die zusätzliche freie Zeit denke ich natürlich verschärft über die Infektionskrankheit und ihre Auswirkungen nach. Dabei mache ich mir besonders Sorgen um vorerkrankte und ältere Familienmitglieder. Es belastet mich, dass ich meine Großeltern erst einmal nicht besuchen kann, was vorher für mich selbstverständlich schien, oder dass einige Planungen, welche meine Familie, aber auch meine Freunde und ich hatten, nicht zustande kommen werden. Allgemein hoffe ich sehr, dass sich die Lage so schnell wie möglich wieder normalisiert, dass die Menschen so wenig Schaden wie möglich davontragen und dass sich auch im Schulalltag nach diesem Ausfall nicht allzu viel ändern wird.

Celine Barthel

Klasse 10.3

(Upload am 03. April 2020)

Es ist Montag, kurz nach neun Uhr, und normalerweise würde ich jetzt im Deutschunterricht in der Schule sitzen – aber heute nicht. Stattdessen bin ich zu Hause und versuche, mir den Unterrichtsstoff irgendwie selbst beizubringen. Anfangs konnte ich mir nicht wirklich vorstellen, wie es wohl sein würde, nicht in die Schule zu gehen und den ganzen Tag zu Hause verbringen zu müssen, doch mittlerweile komme ich damit ganz gut zurecht. Unsere Lehrer haben uns Aufgaben und entsprechende Hilfestellungen mitgegeben, damit wir diese zu Hause selbst bearbeiten können. Innerhalb unserer Klasse tauschen wir uns über den Stoff aus und versuchen uns, so gut es geht, gegenseitig zu unterstützen, da für uns ja auch dieses Jahr die Besondere Leistungsfeststellung ansteht. Um dem eintönigen Alltag etwas zu entfliehen und auch den Kontakt zu meinen Freunden aufrecht zu erhalten, versuchen wir regelmäßig zu telefonieren oder einen Videochat zu machen.

Ich hoffe sehr, dass die Schulen nach den Osterferien wieder öffnen und für uns alle wieder ein bisschen Normalität einkehrt.

Lara Müller

Klasse 9.3

(Upload am 02. April 2020)

Wir haben uns nach der ersten Woche schon etwas an den Alltag zu Hause gewöhnt. Um 8 stehen wir jeden Morgen auf und frühstücken zusammen. Jeden 2. Tag gehe ich mit meinem Bruder joggen. Danach fangen wir (meistens so um 9) mit den Aufgaben für die Schule an. Wir bearbeiten sie dann ca. von 9-12 und machen dazwischen eine kurze Pause, wo wir ein bisschen Obst essen. Um 13 Uhr gibt es Mittagessen. Dann sind wir eigentlich, meistens soweit mit den Schulaufgaben fertig und ich verbringe ein bisschen Zeit mit meinen Geschwistern oder wir spielen ein Spiel.
Ich sehe aber auch öfters meine Lieblingsserie oder bin auf Social Media aktiv. Ich versuche außerdem, so gut es geht, mit meinen Freunden in Kontakt zu bleiben. Ab und zu helfe ich natürlich auch bei den alltäglichen Aufgaben, wie sauber machen etc. Am Abend essen wir, wie normal Abendbrot, räumen zusammen den Tisch ab und wir sehen mit der ganzen Familie Nachrichten. Zu der normalen Zeit, zu der wir vor der Quarantäne ins Bett gegangen sind, gehen wir auch immer noch ins Bett. Am Wochenende machen wir weniger Aufgaben wie in der Woche, schlafen aus und gehen natürlich auch später ins Bett. Ich mache auch ab und zu mal einen Spaziergang mit meinen Eltern. Es macht mir viel Spaß mit meiner Freundin einen Videoanruf zu machen und mit ihr über meine Probleme oder Ängste zu reden oder mit ihr zu lachen. Aber auch die viele Zeit, die ich mit meiner Familie verbringen kann, ist schön. Ich habe jetzt nicht mehr so einen Stress wie davor und versuche mich gesünder zu ernähren. Aber trotzdem macht mir die aktuelle Situation natürlich Angst, ich vermisse meine Freunde und möchte auch wieder den normalen Schulalltag zurück. Ich hoffe, dass wir, wie geplant, am 19.4 in die Schule können, obwohl es momentan nicht danach aussieht. Ich wünsch mir, keine wichtige Person durch das Virus verlieren zu müssen und dass schnell ein Impfstoff gefunden wird. Mir fällt es schwer, die Sache positiv zusehen, aber daran arbeite ich. Es macht mir Freude mitzubekommen wie die Krankenschwestern, Kassiererinnen etc. für uns alle durchhalten und weiterhin ihren Arbeitstag meistern. Ich wünsche mir für die Zeit nach der Schulschließung, dass alles im Großen und Ganzen wieder so wird, wie vorher, aber auch, dass wir alle es mehr schätzen in die Schule gehen zu dürfen oder lernen zu können, gesund zu sein und die einfachen Dinge auch als wertvoll ansehen!

Lara Huth

Klasse 10.2

(Upload am 01. April 2020)

Die momentane Situation ist recht ungewohnt. In den Medien wird gefühlt nur noch über CORVID-19 berichtet. Was die Bedrohung durch das Virus angeht, mache ich mir um mich selbst zwar keine Sorgen, aber dafür um den Rest meiner Familie, besonders um Oma. Deshalb gehe ich circa einmal pro Woche für sie einkaufen. Auf diese Weise muss sie sich nicht in zusätzliche Gefahr begeben. Ansonsten halte ich Abstand zu ihr aus der Möglichkeit heraus, selbst das Virus zu übertragen. Generell fehlt mir der persönliche Kontakt zu Freunden und anderen wichtigen Menschen. Ich stehe später auf als sonst. Daher ziehen sich die Hausaufgaben länger in den Tag hinein. Der Stoff an sich ist kein großes Problem. Mindestens einmal am Tag gehe ich raus, um zu laufen oder spazieren zu gehen. Das ist dann auch schon das Highlight des Tages. Abends versuche ich zu zeichnen und telefoniere viel. Ich hoffe einfach, dass CORVID-19 möglichst wenige Opfer fordert und die Leute Rücksicht aufeinander nehmen.

Paula Pietsch

Klasse 10.3

(Upload am 01. April 2020)

Fünf Wochen schulfrei hört sich für jeden Schüler wahrscheinlich am Anfang nicht schlecht an, wenn man jetzt jedoch die Umstände einbezieht, würde man lieber in die Schule gehen, vor allem da für mich am Ende des Schuljahres die BLF stattfindet. Ein Vorteil daran, zu Hause die Schulaufgaben zu erledigen, ist, dass man sich die Zeiten, in denen man sie bearbeitet, selbst einteilen kann. Meistens stehe ich erst gegen halb zwölf auf und mache dann für ein paar Stunden Hausaufgaben. Mir persönlich fällt es nicht schwer die Aufgaben selbstständig zu lösen und bei Problemen kann man sich immer mit Freunden darüber verständigen. Mir kommt es so vor, als ob man jetzt mehr Zeit für andere Dinge hat, beispielsweise habe ich mir immer vorgenommen, mal ein Buch zu lesen, in der letzten Woche habe ich dann endlich damit angefangen. Ich verbringe auch mehr Zeit mit meiner Familie und stehe auch oft mit meiner französischen Austauschschülerin in Kontakt.

Dankbar bin ich dafür, dass wir einen großen Garten haben, wo ich das schöne Wetter genießen kann. Natürlich nutze ich die Zeit auch um Serien zu gucken, die ich schon lange anfangen wollte. Eine Sache, die ich jedoch meide, ist Nachrichten zu schauen, einerseits ist es vielleicht wichtig über das Thema informiert zu werden, aber ich kann mir das nicht 24 Stunden am Tag anhören. Schade ist, dass man seine Freunde nicht sehen kann, aber über Videochat geht es zur Not auch. Eine Sache, die ich vermisse, ist Fußball, na klar ist es unwichtig, aber es fehlt eben einfach am Samstag- oder Sonntagabend.

Ich würde mir wünschen, dass wir nach den Osterferien wieder normal zur Schule gehen können, eine Lösung für die BLF gefunden wird und sich alles wieder normalisiert, natürlich wissen wir nicht, wie die Situation bis dahin aussieht. Um meine Großeltern zu schützen, nehme ich all diese Einschränkungen gerne in Kauf, weil das Letzte, was ich will, ist, dass meine Großeltern sich anstecken. Ich denke, man sollte die Zeit einfach mal nutzen, um die Dinge zu erledigen, für die man sonst wenig Zeit findet und versuchen, stückweise das Positive aus der Situation zu ziehen, auch wenn es vielleicht schwierig ist.

Heley Noorzai

Klasse 10.2

(Upload am 31. März 2020)

Auch wenn die Nachricht der Schulschließungen bereits seit Längerem im Raum stand, war ich trotzdem von der plötzlichen Bekanntgabe dieser überrascht. Da es im Eichsfeld nur einige wenige Fälle gab, war mir nicht klar, wie ernst die Lage tatsächlich für uns ist. Ich kann nicht sagen, dass ich mich sonderlich darüber gefreut habe, drei zusätzliche Wochen „Ferien“ zu bekommen, tue ich jetzt immer noch nicht.

Mir liegt es nämlich sehr am Herzen, eine feste Routine zu haben. Teil dieser Routine ist es möglichst früh aufzustehen, um für mich oder eventuell für nötiges „Last-Minute-Lernen“ Zeit zu haben und nicht hetzen zu müssen. Ich esse zu festen Zeiten, ziehe mich an und verlasse täglich zum selben Zeitpunkt das Haus. Auch in der Schule ist der Tagesablauf fest geregelt. Und nachmittags sieht es bei mir ebenfalls so aus.

Mein Zeitplan hat aber den großen Fehler, dass er abhängig von meinen Pflichten ist. Da ich nun aber zu Hause bleiben muss, fällt es mir schwer, einen eigenen Plan zu erstellen. Es gefällt mir überhaupt nicht, dass wir den Stoff nun selbst abarbeiten müssen, besonders im Rahmen der BLF-Vorbereitungen. Außerdem mag ich nicht, dass es keinen festen Termin für die Vollendung der Aufgaben gibt, nur eine vorgeschlagene Zeitspanne. Es gelingt mir nicht sonderlich gut, ohne Kontrolle meine Aufgaben zu bewältigen.

Auch jetzt habe ich es nicht geschafft, Routine in meinen Alltag zu bringen. So fühlt es sich an, als ob meine Zeiten der Produktivität nicht genug sind und ich nur Zuhause rumgammle.

Was ich ebenfalls vermisse, sind meine Freunde. Die Schule bat mir eine Möglichkeit, meine Freunde zu treffen und mich mit ihnen auszutauschen. Jetzt geht das leider nicht mehr. Überraschenderweise langweile ich mich nicht. Aufgrund der Möglichkeiten durch das Internet ist reichlich Unterhaltung verfügbar. Momentan versuche ich mich an Kalligrafie, Make-up und Bilderbearbeitung. Auch habe ich mehr Zeit zum Lesen und für meine Familie, wenn wir alle gemeinsam Zuhause sind. Mit meinen Freunden kommuniziere ich meistens täglich. In Zeiten wie diesen bin ich für moderne Kommunikation und Globalisierung sehr dankbar.

So bleibt man auch über die Lage informiert und erfährt von kleineren Lichtblicken wie, dass in Wuhan angeblich alle Coronapatienten nun die Krankheit überwunden haben. Was mir aber Angst macht, ist die Unwissenheit für die Zukunft. Ich habe Angst um meine Familie in Afghanistan, die keinen Zugang zu moderner Medizin hat und der Tatsache, dass es keinen Impfstoff gibt, wodurch sich das Virus immer weiter entwickeln könnte.

Aber einen Vorteil für die Schüler ist, dass wir nun dazu gezwungen sind, selbst etwas für unsere Bildung zu tun. […] Außerdem denke ich, dass wir etwas selbstständiger und mehr auf das Studieren vorbereitet aus dieser Lage kommen werden. Ich hoffe, dass diese Periode der Quarantäne nicht sehr lange anhält und der Alltag sich wieder der Norm zuwendet.

Leni Hunold

Klasse 9.3

(Upload am 30. März 2020)

„Es gibt historische Momente, in denen die Zukunft ihre Richtung ändert. Wir nennen sie Bifurkationen. Oder Tiefenkrisen. Diese Zeiten sind jetzt.“

Dies schrieb Matthias Horx in seinem Artikel „Die Welt nach Corona“, mit dem ich mich vor ein paar Tagen auseinandersetzte. Durch diesen Satz wurde mir klar, dass es ernst ist. Klar habe ich gemerkt, dass sich etwas verändert. Die Schulen wurden geschlossen, worüber sich die Schüler am Anfang freuten, verständlich. Unter „schulfrei“ stellten wir uns vor, auszuschlafen, sich mit Freunden zu treffen, vielleicht shoppen zu gehen, Kinos zu besuchen und so weiter. Von Tag zu Tag realisierten wir jedoch, dass all dies nicht mehr möglich ist. Heute wünschte ich mir, es wäre so geblieben und wir hätten kein schulfrei bekommen müssen. Gerade wegen anstehenden Prüfungen bringt dieses viele Schüler in eine schwierige Lage.

Die ersten Unterschiede der Lernumstände bemerkte ich, als ich meine Aufgaben mit der meiner Schwester verglich. Ich denke Schulen beziehungsweise das gesamte Schulsystem sollte sich darüber abstimmen, wie momentan gelernt wird und es muss eine nachhaltige Lösung gefunden werden, wie das Lernen zukünftig weitergehen kann. Es kann für Schüler unterschiedlicher Schulen unterschiedlich schwer werden, Prüfungen zu bestehen und Zeugnisdurchschnitte zu erreichen. Diese Differenzen sollten in einem modernen Schulsystem nicht bestehen. Auch Nachhilfe ist teilweise nicht mehr möglich, obwohl viele Schüler sie gerade jetzt am meisten bräuchten.

Ich glaube, momentan ist es für viele Familien schwer, überhaupt mit dieser Situation umzugehen.

Dadurch fällt das Lernen einigen Schülern teilweise zu Hause noch schwerer.

Ich glaube, vielen, wie auch mir, fehlen die sozialen Kontakte sehr, das Ausgehen, die Freizeit und einfach das uneingeschränkte Entscheiden. Meinen Alltag verbringe ich teilweise mit Hausaufgaben, Vorbereitungen und Aktivitäten mit meinen Geschwistern und Eltern.

Ich denke, vielen von uns fällt es schwer, diese ganze Situation zu realisieren, momentan sollten wir einfach abwarten und versuchen aus der Situation das Beste zu machen. Wir sollten die Zeit nutzen, die Dinge zu tun, für die wir normalerweise keine Zeit haben.

Sorgen mache ich mir darum, ob es denn weiter geht, wie es gerade ist. Ob sich das Verhalten der Menschen nach der Krise verändert, ob das Schulsystem sich verändert, und wie ich zukünftig meinen Alltag und mein Leben gestalten werde. Ich glaube, niemand von uns kann wissen, was passieren wird und wie viel sich verändern wird. Es kann sein, dass sich nicht viel verändert und wir versuchen weiter zu machen wie bisher. Ich glaube aber, es gibt auch die Möglichkeit, dass sich viel verändert und wir einiges umstellen müssen. Dies ist jedoch offen. Ich wünsche mir, dass sich die Menschen verändern. Ich glaube, wir müssen anfangen die Dinge zu schätzen, die wir sonst haben und momentan merken, wie wichtig sie doch sind. Wir müssen das Leben schätzen, unsere Familien, Gesundheit und auch Glück.

Ich glaube, es ist wichtig momentan einfach für andere Menschen da zu sein, wenn auch nicht im direkten Kontakt. Wir sollten keine Panik bekommen, uns nicht stressen, und vor allem nicht übertreiben, beispielsweise bei Einkäufen. Wir müssen sehen, dass es jetzt um die Gemeinschaft geht, um Hilfe und Verantwortungsbewusstsein. Wir gehen nicht verantwortungslos raus, feiern keine Partys und verhalten uns respektvoll. Wir sind die Zukunft und ich glaube wir können gerade in Situationen wie diesen beweisen, wer wir sind und was wir können.