Am Montag, 21.10.2019, starteten wir, die 10.2, in ein spannendes und zugleich letztes gemeinsames Abenteuer: wir fuhren auf Klassenfahrt nach Hamburg. Aufgeregt trafen wir uns am Bahnhof in Leinefelde und besprachen unsere Pläne für die kommenden fünf Tage. Nach einer fast vierstündigen Reise kamen wir endlich an und machten uns auf den Weg zu unserer Unterkunft, dem A&O Hostel am Hamburger Hauptbahnhof. Wir hatten gerade noch genügend Zeit unser Gepäck abzustellen, um unmittelbar zu unserem ersten Programmpunkt zu eilen, nämlich der Stadtrundfahrt. Mit einem „Hop on-Hop off“-Doppeldeckerbus fuhren wir durch die Hansestadt an berühmten Sehenswürdigkeiten und lokal beliebten Plätzen vorbei und erfuhren nebenbei etwas über die beeindruckende Geschichte der Stadt.

Am Dienstagmorgen brachen wir in einzelnen Gruppen auf, um die Stadt selbstständig zu erkunden. Gegen 13.00 Uhr versammelten wir uns alle am Hamburger Hafen für die sehnsüchtig erwartete Hafenrundfahrt. Dort saßen wir von den kalten Winden zitternd auf dem Boot und hörten gespannt unserem Kapitän zu, während dieser die vorbeikommenden Attraktionen näher erklärte. Nach der Rundfahrt hatten wir wieder Zeit für uns und suchten unsere persönlichen Ziele, wie die Europapassage auf. Abends besuchten wir das beliebte „Peter Pan“ Lokal, wo wir Hamburgs Hamburger probierten. Nach einem leckeren Abendessen war unser erster vollständiger Tag in Hamburg vergangen.

Mittwoch verließen wir die Jugendherberge etwas früher und teilten uns in zwei Gruppen auf. Die Jungen unternahmen gemeinsam mit Herrn Mehnert eine Führung durch das HSV Stadion und besuchten anschließend das dazugehörige Museum, während die Mädchen der Klasse gemeinsam mit Frau S. Müller den „Dialog im Dunkeln“ unternahmen. Hier hatten wir die Möglichkeit, selbst zu erfahren, wie es ist, blind zu sein. Unser Guide, der selbst blind war, erzählte uns humorvoll und mit mehreren Blindenwitzen von seinem Alltag. Anschließend konnten wir wieder auf eigene Faust durch die Stadt gehen und auf freiwilliger Basis das „Miniatur Wunderland“ oder das Auswanderermuseum BallinStadt besichtigen.

Am recht kalten Donnerstagmorgen erforschten wir die düstere Seite der Geschichte Hamburgs im „Hamburg Dungeon“. Dort überlebten wie so einige Ereignisse der Hansestadt, wie den großen Brand 1842. Außerdem eilten wir als loyale Crew zu Klaus Störtebeckers Hinrichtung und hofften, diese durch unseren großartigen Schlachtruf „Weiß nicht!“ zu verhindern. Nachmittags erkundeten wir die Elbphilharmonie, oder wie die Hamburger sie nennen: „Unsere „Elphi“ und staunten über die 80 Meter lange Rolltreppe. Abends besuchten wir das Musical „Tina Turner“, bei welchem wir die beliebte Ikone auf ihrem Lebensweg begleiteten und zusahen, wie sie – trotz der Hindernisse – zur Legende wurde. Nach dem Ende unseres ersten, sehr empfehlenswerten Musicals, fuhren wir gemeinsam mit der Bahn zurück zur Jugendherberge.

Am Freitag, unserem letzten Tag in Hamburg, besuchten wir das „Hachez Chocoversum“. Vor Ort unternahmen wir eine wundervolle Führung, bei der uns der Weg der Kakaobohne zur Schokolade, wie wir sie kennen, vorgestellt wurde. Besonders gefielen uns dabei die mehrfachen Geschmacktests und das Herstellen unserer eigenen Schokoladentafel. Gegen drei Uhr mussten wir uns schließlich von der Hansestadt Hamburg verabschieden und kamen, wenn auch mit einigen Komplikationen à la DB, am frühen Abend wieder in Leinefelde an.

Wir, die Klasse 10.2, werden unsere letzte gemeinsame Klassenfahrt sicher nicht vergessen!

Heley Noorzai